WG-Tipps

WG-Einzug: gemeinsame Kosten von Anfang an fair teilen

1. September 2026 7 Min. Lesezeit Thomas Lorenz
Spießer Gartenzwerg begrüßt einen neuen Mitbewohner mit Schlüssel und Kostencheckliste

Kurz gesagt

Beim WG-Einzug solltet ihr Kaution, gemeinsame Anschaffungen, erste Einkäufe und laufende Kosten getrennt besprechen. Kauft gemeinsame Dinge nur nach einer kurzen Absprache. Startet mit einem sichtbaren Saldo, statt Geld in einer Chatgruppe zu verlieren. Das nimmt den Druck aus den ersten Wochen.

Der Schlüssel ist übergeben, drei Kartons stehen im Flur und jemand fragt, ob man noch schnell zu Ikea und Aldi fährt. Genau hier entstehen die Ausgaben, an die sich später niemand mehr richtig erinnert: Wasserkocher, Duschvorhang, Müllbeutel, Olivenöl, der erste Großeinkauf.

Eine neue WG braucht dafür kein Excel mit zwölf Tabs. Sie braucht ein paar klare Absprachen, bevor die erste Person 180 Euro vorstreckt und die anderen nur noch nicken.

Diese Kosten solltet ihr beim Einzug getrennt behandeln

PostenSo regelt ihr ihnTypischer Stolperstein
Kaution und MieteIm Miet- oder Untermietvertrag klären.Das ist keine normale WG-Kasse.
Möbel und GeräteEigentum und Anteil notieren.Beim Auszug ist sonst unklar, wem der Wasserkocher gehört.
Erste HaushaltssachenGleich teilen, wenn alle sie nutzen.Vor dem Kauf kurz fragen, was schon da ist.
LebensmittelArtikelgenau oder nach Mitessenden teilen."Für alle" heißt nicht automatisch "durch alle".
Strom, Internet, RundfunkbeitragVertragsname, Fälligkeit und Anteil festhalten.Wenn die verantwortliche Person auszieht, braucht ihr einen Übergang.

Die ersten drei Absprachen reichen

Erstens: Was ist wirklich gemeinsam? Spüli und Küchenrolle meist ja. Spezialkaffee und das fünfte Paar Sneakers im Flur eher nicht. Zweitens: Wer streckt welche Fixkosten vor? Drittens: Wann rechnet ihr ab? Viele WGs kommen mit "Einkäufe sofort, Fixkosten am Monatsende" gut klar.

Der offizielle Beitragsservice erklärt, dass pro WG nur ein Beitragskonto nötig ist. Das ist eine der wenigen Kosten, bei denen die Zahl der Mitbewohner für die Beitragshöhe keine Rolle spielt. Alle anderen Verteilungen legt ihr selbst fest.

So teilt ihr den ersten WG-Einkauf

  1. Fotografiert den Bon, bevor er in irgendeiner Jackentasche verschwindet.
  2. Markiert, was für alle ist: Müllbeutel, Spülmittel, Küchenrolle, vielleicht Öl und Salz.
  3. Ordnet private Artikel sofort zu. Das erspart spätere Diskussionen über Hafermilch und Mate.
  4. Haltet den Betrag in eurem WG-Saldo fest, auch wenn noch niemand sofort überweist.

Mehr Beispiele dazu gibt es in unserem neuen Artikel WG-Einkauf aufteilen. Wenn ihr eine Kasse oder ein gemeinsames Konto erwägt, hilft WG-Kasse einrichten weiter.

Beim WG-Einzug geht es nicht darum, jede Küchenrolle auf den Cent zu kontrollieren. Es geht darum, dass niemand aus Versehen die Rolle der Person bekommt, die immer alles vorstreckt.

Neue Mitbewohner brauchen einen sauberen Stichtag

Zieht jemand in eine bestehende WG, schließt zuerst die bisherige Abrechnung ab. Danach beginnt der neue Saldo. Für Vorräte, die schon im Schrank stehen, reicht oft eine einfache Regel: Die neue Person zahlt erst für Einkäufe ab ihrem Einzug. Bei wertvollen Anschaffungen wie Waschmaschine oder Sofa solltet ihr vorher festhalten, ob überhaupt ein Anteil übernommen wird.

Spießer arbeitet daran, Ein- und Auszüge in der Abrechnung sauber zu berücksichtigen. Das ist noch in Arbeit. Bis dahin schützt euch ein klarer Stichtag mehr als jede komplizierte Formel. Für das andere Ende des WG-Lebens gibt es unseren Guide zum WG-Auszug und offenen Rechnungen.

Warum Spießer bei WGs bleibt

Spießer konzentriert sich auf das, was in einer WG ständig passiert: gemeinsame Einkäufe, laufende Kosten und schnelle Ausgleiche. Der Kassenbon ist dabei kein Nebendetail. Er ist meist der Moment, an dem klar wird, wer was wirklich genutzt hat. Warum ich Spießer baue, steht hier.

Startet lieber klein als perfekt

Ihr müsst beim Einzug keine Haushaltsordnung schreiben. Legt zwei oder drei gemeinsame Basics fest, erfasst den ersten Einkauf und schaut nach zwei Wochen, was bei euch tatsächlich zusammenläuft. Spießer hilft dabei, die Beträge sichtbar zu halten. Für iPhone gibt es die App im App Store. Android testen wir weiter mit WGs.

Mit einer klaren WG-Abrechnung starten

Fotografiert den ersten gemeinsamen Bon und teilt ihn direkt auf.

Im App Store laden Android testen

FAQ

Welche Kosten fallen beim WG-Einzug an?

Neben Kaution und Miete kommen oft erste Anschaffungen wie Küchenutensilien, Putzmittel, Lampen und der erste Großeinkauf dazu. Klärt vor dem Kauf, was gemeinsam angeschafft wird und was jemand schon mitbringt.

Wie teilt man die ersten WG-Einkäufe auf?

Teilt Dinge gleich, die alle nutzen, zum Beispiel Müllbeutel, Spülmittel oder Küchenrolle. Private Lebensmittel bleiben privat. Fotografiert den Bon direkt und ordnet die Artikel zu, bevor niemand mehr weiß, wer die Kaffeebohnen wollte.

Braucht eine neue WG sofort eine Haushaltskasse?

Eine feste Kasse hilft bei wiederkehrenden Basics, ist aber kein Muss. Viele WGs starten besser damit, einzelne gemeinsame Ausgaben sichtbar zu erfassen und einmal im Monat auszugleichen.

Wer zahlt Strom, Internet und Rundfunkbeitrag in einer WG?

Legt eine verantwortliche Person pro Vertrag fest und dokumentiert Betrag, Fälligkeit und Verteilung. Für den Rundfunkbeitrag braucht eine WG pro Wohnung nur ein Beitragskonto.

Was sollte man beim Einzug eines neuen Mitbewohners abrechnen?

Schließt zuerst alle offenen Ausgaben der bisherigen WG bis zum Stichtag ab. Danach vereinbart ihr, welche Vorräte, Anschaffungen und Fixkosten die neue Person ab dem Einzug mitträgt.